FraMediale 2018 Preis

Hurra!

Wir haben den FraMediale-Preis 2018 gewonnen.

Zum Thema „Digitales Lernen: Reality, Science & Fiction“ sind jetzt bei der Fachtagung und Medienmesse fraMediale an der Frankfurt University of Applied Sciences herausragende Praxisbeispiele in vier Kategorien ausgezeichnet worden. Meine Schule, die Pestalozzi-Grundschule Gersthofen gehört zu den Preisträgern. Dies macht mich sichtlich stolz. (Hier geht es zum Presseartikel)

Auf Grund mehrfacher Nachfragen bzgl. unserer Arbeit, möchte ich unsere eingereichte Projektbeschreibung hier zur Verfügung stellen.

 

Projektbeschreibung

Einbetten + Öffnen

Die Lebenswelt mit Digitalisierung und Migration gehört zum Bezugsrahmen des schulischen Lernens an der Pestalozzi-Grundschule Gersthofen. So bettet die Schule neue Lernformen mit digitalen Endgeräten, Apps und WLAN in drei regelmäßig angebotene Unterrichtsprojekten ein: Wortschatzsuche, Spiel-+Tanzszenarien programmieren, Meine Spuren im Museum.

 

 

Diese Projekte öffnen die Unterrichtsroutine der Schule mit situiertem und kooperativen Lernen; sie verbinden zugleich die Schule mit ihrer unmittelbaren Nachbarschaft.

•Hinausgehen und Sprache in die Schule hereinholen: Wortschatzsuche. In der 2 und 3. Klasse nutzen Migranten-Kinder und ortsansässige Kinder die Fotofunktion von Familien-Smartphones und Schul-Tablets, um in ihrer Lebenswelt die sichtbare deutsche Sprache fotografierend wahrzunehmen. Dabei kooperieren in Lern-Tandems jeweils ein Kind, das mit der deutschen Sprache vertraut ist und eines, dem die sie neu ist. Mit der App BookCreator tragen die Kinder dann ihre Sprach-Fotos in ihrem Wortschatzbuch zusammen, das die Migranten-Kinder mit dem Schul-Tablet nach Hause nehmen und dort zeigen.

•Programmieren in musische Bildung einbetten: Projekt Spiel-+Tanzszenarien programmieren der 4. Klassen. Es ist Schulklassen und Schulfächer übergreifend angelegt und verbindet musische Bildung mit der Digitalisierung. Die Digitalisierung in der Lebenswelt erscheint in diesem Projekt in der Programmier-Software ScratchJr, die auf den Schul-iPads und auf den Laptops installiert ist. Selbstgebastelte Controller machen Programmieren für die Kinder „begreifbar“. Das Foto-Portfolio der Reportergruppe dokumentiert hierbei die Lernschritte und nutzt die alltägliche Handy-Fotografie, in der Schule jedoch mit den Schul-Tablets.

•Aus der Schule ins Museum: Meine Spuren im Museum. Mit ihrer eigenen Museumsschnitzeljagd („Actionbound“) und dem Schul-Tablets erkunden Lernpaare fotografierend, videografierend das örtliche Museum. Ihren Weg durchs Museum machen die Kinder am Eingang des Museums mit einem QR-Code als ihre eigene Spur sichtbar. Den Recherche- und Lernprozess dokumentiert die Reportergruppe mit ihren Fotos. Die Kinder laden ihre Fotos auf einen Bildschirm in der Schulaula.  Mit  Apps wie z.B. „ThingLink“ verbinden die Kinder die von ihnen im Museum ausgewählten Objekte mit zusätzlichen Informationen im Internet.

•Projekte in die Schule organisatorisch einbetten: Die neu eingerichtete Fokus-Gruppe Digitale Bildung der LehrerInnen koordiniert die digitalen Entwicklungsschritte und macht Kolleginnen und Kollegen in AppSnacks mit Apps und Unterrichtsideen vertraut. AppSnack ist ein Mikroformat der Lehrerfortbildung, das zeitlich knapp gehaltenen und deren Teilnahme freiwillig ist. Schulleitung und Fokus-Gruppe treten aus der Schule in die Bildungsöffentlichkeit, indem sie ihre praktischen Beispiele für digitales Lernen auf Lehrer- und Fortbildungskongressen zur Diskussion stellen. Sie tun das auch mit dem Internet-Blog apps4school – praktischer Einsatz von iPads im Unterricht der Grundschule (https://apps4school.wordpress.com). Mit der Diskussion in der Bildungsöffentlichkeit strebt die Pestalozzi-Schule eine eigenständige Form der Evaluierung an, um so die Nachhaltigkeit ihrer Innovationen zu erreichen.

•Die deutsche Lernkultur für Migranten-Familien öffnen und deren Lernkulturen an die Schule heranführen: Dafür engagiert sich der Lehrer für islamische Unterweisung als Kultur-Dolmetscher. In der Rolle des Kultur-Dolmetschers nimmt er an Elternabenden teil und berät Eltern. Er lädt auch Kinder und Eltern dazu ein, ihre Familiensprache in der Schule sichtbar zu machen, indem Fotos von Wörtern, die Migranten-Familien in der Lebenswelt aufgenommen haben, auf dem Bildschirm in der Schulaula erscheinen.

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