Acoustic storytelling – Experimentelles Musizieren| Klanggeschichte erfinden und gestalten | Nachmittagskurs am 4. Eichstätter Lehrertag

Am Nachmittag entstand dieses noch ungeordnete Padlet, mit dem wir die Ideen unseres Handlungsstrangs der Geschichte einfingen. Anschließend machten sich die Teilnehmer*innen auf den Weg, die selbst gewählten Ereignisse klanglich mit Yellofier umzusetzen.
Hier geht’s zum Padlet…

https://padlet.com/apps4myschool/oevog2nx6yi1

Und hier geht’s zur Unterrichtsideen

Musik am iPad

Es stellt sich für mich immer mehr heraus, dass sich mit dem iPad hervorragend Musik komponieren lässt. Auch im Musikunterricht der Grundschule lässt sich das iPad toll einsetzen, bietet es doch …. weiterlesen

 

Mit „figure“ in einer 2.Klasse komponieren? Weiterlesen …

Das iPad als neues Keyboard?

Für das iPad gibt es mittlerweile viele gut klingende Synthesizer- und Keyboard-Apps. Nervig ist dabei lediglich, dass die Apps nur kleine Tastaturen bieten. Wie kann ich folglich mit einem bereits vorhandenen externen Keyboard die Klangerzeugung im iPad ansprechen?

Hier gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten.

Einerseits kann ich über Hilfsmittel wie z.B. das iRig Midi von IK Multimedia mit jedem midifähigen Keyboard diese Apps ansprechen.

iRig Midi - gibt dem iPad Midi

iRig Midi – gibt dem iPad Midi

 

Im angeschlossenen Zustand sieht das wie folgt aus:

iRig Midi Verkabelung

iRig Midi Verkabelung

 

Alternativ ist auch hier wieder die Möglichkeit gegeben via USB und Camera Connection Kit (Apple) die Klangerzeuger im iPad zu steuern.

Besitze ich bereits ein Keyboard mit USB Anschluss oder ein reines Midi – Keyboard, so kann ich dies über das Connection Kit über USB direkt miteinander verbinden.

USB-Anschluss des Midi-Keyboards

USB-Anschluss des Midi-Keyboards

 

So sieht es dann insgesamt aus.

iPad auf dem Midi-Keyboard AxiomPro

iPad auf dem Midi-Keyboard AxiomPro

Im gehobenen Keyboard-Segment (z.B. KORG Kronos) ergibt sich auch die Möglichkeit, das Audiosignal über den USB Anschluss des iPads in den Kronos zu bekommen. Das heißt, ich kann das iPad über den Audio-Eingang des KORG Kronos hören. Dazu sind jedoch diese Schritte notwendig.

3_Kronos

Direkte Verkabelung des iPads mit dem KORG Kronos am USB Anschluss

 

Anschließend müssen noch diese Einstellungen im Kronos vorgenommen werden, damit das Audiosignal auch über USB an den Kronos geschickt wird.

Einstellungen: Global -> Basic -> Audio

Einstellungen: Global -> Basic -> Audio

 

 

 

Achtung! Die Lautstärke des Audio-Inputs über USB muss reduziert werden…

Einstellung Audio-USB

Einstellung Audio-USB

Ich bin auf die ersten Kompositionen gespannt, die so entstehen.

Tonaufnahme am iPad (mit Mikro)

Wie nehme ich Klänge, Geräusche und Töne mit einem externen Mikrophon am iPad auf? Eine kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Grundsätzlich benötige ich dazu:

  • eine Tonaufnahmen verarbeitende App (z.B. Garageband)
  • Camera Connection Kit (Apple)
  • USB-Kabel
  • einen aktiven USB-Hub
  • ein Aufnahmegerät (z.B. Zoom H2n)
  • einen Kopfhörer

An manchen Schulen gibt es bereits Aufnahmegeräte, die auf Festplatte oder SD-Karten aufnehmen können und zudem über einen USB – Anschluss verfügen.

Ein solches Gerät ist auf das H2n der Firma ZOOM.

Zoom H2n Bedienelemente

Zoom H2n Bedienelemente

An diesem Gerät lässt sich mit dem „Mic Gain“ die Empfindlichkeit des Mikrophons steuern, was sich bei Tonaufnahmen als sehr nützlich erweist.

 

Zoom H2n - USB Anschluss

Zoom H2n – USB Anschluss

Der hier abgebildete USB Anschluss ist für den späteren Anschluss am iPad nötig.

 

Im nächsten Schritt richten wir den aktiven USB-Hub her. Aktiv bedeutet, dass dieser über ein eigenes Netzteil seine Stromversorgung erhält. Dies ist wichtig, denn die Spannung, welche am USB-Anschluss des iPad anliegt, reicht für die hier vorgestellte Tonaufnahme nicht aus.

aktiver USB-Hub

aktiver USB-Hub

 

Um nun eine Verbindung mit dem iPad herzustellen, schließen wir zuerst das USB Kabel am ZOOM H2n an.

Verbindung des ZOOM H2n mit einem USB Kabel

Verbindung des ZOOM H2n mit einem USB Kabel

 

 

Der USB Hub hingegen wird mit einem USB Kabel am „Camera Connection Kit“ von Apple angeschlossen.

Verbindung USB Hub zum iPad

Verbindung USB Hub zum iPad

 

Zur Verbindung benötigen wir nun das Camera Connection Kit von Apple. Hierbei gibt es 2 Varianten. Ein Modell für die neueste Generation iPad und iPhone, ein Modell für die älteren Generationen.

Camera Connection Kit

Camera Connection Kit

 

So sehen die Anschlüsse aus:

Anschlüsse für die verschiedenen iPad-Generationen

Anschlüsse für die verschiedenen iPad-Generationen

 

 

Dieses USB Kabel führt zum Camera Connection Kit und sieht dann wie folgt aus.

Verbindung USB Kabel aus dem USB Hub - Camera Connection Kit

Verbindung USB Kabel aus dem USB Hub – Camera Connection Kit

 

Sobald nun die Kabelverbindungen zwischen Hub – Zoom H2n – iPad hergestellt sind, meldet sich das ZOOM H2n automatisch und möchte die USB-Verbindung bestätigt haben. Dazu gehen aktivieren wir wie folgt:

Einstellung am Zoom H2n / Auswahl im USB Menü

Einstellung am Zoom H2n / Auswahl im USB Menü

 

 

Anschließend bestätigen wir die Verbindung.

Verbindung aktivieren

Verbindung aktivieren

 

Nach dem Aktivieren von GarageBand wird uns gleich die externe Aufnahmemöglichkeit bestätigt.

Abbildung GarageBand

Abbildung GarageBand

 

 

Damit es jetzt gleich losgehen kann, ist es ratsam einen Kopfhörer bei den Aufnahmen zu verwenden. Wird dieser nicht verwendet, gibt es eine Rückkopplung und es pfeift ganz laut und fürchterlich.

Kopfhörer anschließen

Kopfhörer anschließen

 

 

Viel Vergnügen bei den ersten professionell klingenden Tonaufnahmen. Gutes Gelingen!

„Neue Musik“ – Musizieren mit Yellofier

Wie kann man mit Sprache und Rhythmus experimentieren, kreativ sein und Neues erfinden?

„Yellofier“ – eine App, welche die Handschrift von Boris Blank (einem der beiden Teile der Band Yellow) trägt, ist ein großartiges Werkzeug, wenn es darum geht Sprache sowie Geräusche aller Art aufzunehmen und in Rhythmen zu verwandeln. In ungeahnter Geschwindigkeit lassen sich auch von vermeintlichen „Nichtmusikern“auf diese Weise coole Groves herstellen.

Die hier vorgestellte Unterrichtsstunde {Bezug zum bay. Lehrplan (3.2 Musik erfinden / 3.2.1 Spiele mit der Stimme / vgl. Medienerziehung)} selbst ist der Einstieg zu einer Klangkomposition für das Musikfest der Schulen des Landkreises Augsburg. Ziel ist es, im weiteren Fortschreiten eine gemeinsame Klassenkomposition zu realisieren, welche mit 28 iPads live aufgeführt wird.

Zum „Aufwärmen“ wählte ich rhythmische Klangpattern (call-response), die mit Bodypercussion realisiert wurden. Anschließend wurden die Pattern durch sprachliche Teile wie z.B. Gurgel-Gluggs und weitere stimmliche Geräusche ersetzt. Das Sprechwerkzeug wurde somit „geölt“. Die Kinder durften natürlich auch eigene Geräusche einbringen, welche von den anderen wiederholt wurden.

Langsam kamen zu den Geräuschen auch solche hinzu, welche Umweltgeräuschen imitieren (z.B. Autotüre auf und zu/ Motor startet, Bremsen quietschen, etc.).

Darauf folgte eine kurze Erklärung des Programms „Yellofier“. Verschiedene Geräusche wurden vom Lehrer eingesprochen. Anhand dieser wurde demonstriert, wie die Aufnahme zu „slicen“ ist. Slicen bedeutet in diesem Fall, dass der Startpunkt des Klangereignisses festgelegt wird. Sind die Startpunkte festgelegt, kann schnell aus den Bausteinen (Samples) ein Rhythmus entstehen.

Der Auftrag für die Kinder:

>>Erfinde 8 kurze Geräusche mit deinem Partner und nehme diese mit Yellofier auf. Solltest du Anregungen für Klänge suchen, so kannst du Bildkarten (wurden als ABs bereit gestellt) verwenden.

Möchtest du den Arbeitsauftrag erneut lesen oder suchst eine Beschreibung, du hast ihn auch als Email vorliegen. (Siehe Bilder unten) <<

Arbeitsprozess:

Jeweils 2 Kinder sollen sich gemeinsam im Haus oder im Freien aufhalten, um Geräusche aufzunehmen und den Rhythmus zu erstellen. Wichtig: Der Rhythmus entsteht in Partnerarbeit und wird zu zweit entwickelt.

Anschließend wurden die entstandenen Rhythmen vorgestellt und durch die Kinder der anderen Gruppen bewertet.

Mögliche Kriterien für eine Bewertung:

1. Der Groove ist wichtig! Warum groovt es oder warum noch nicht so gut?!

2. Sind die Geräusche deutlich zu hören oder ist es zu wischi waschi?

3. Ist der Groove abwechslungsreich oder eintönig?

4. Kann man den Groove auch steigern?

5. Kann man den Sound dichter machen?

Weiterführender Arbeitsauftrag für die Gruppentische:

Jeder Gruppentisch erstellt durch das Abspielen der fertigen Werke der beiden iPads einen gemeinsamen Rhythmus. Einsatz erfolgt auf Kommando. (Dirigent bestimmen)

Tipp: Gleiches Tempo verwenden.

Abschließender Auftrag:

Alle iPads werden auf das gleiche Tempo eingestellt. Das Abspielen der Rhythmen erfolgt nach Einsatz durch den Dirigenten „Lehrer“.

Am Ende der Stunde sind die Kinder angehalten die Rhythmen, das Klangereignis zu bewerten. Evtl. taucht auch die Frage auf: Gibt es Erkenntnisse oder Feststellungen? Was haben wir gelernt?

Insgesamt zeigt die Resonanz der Kinder, dass diese viel Freude im Umgang mit der App hatten und nun selbst eigen Bausteine entwickeln wollen. Dies erscheint eine gute Grundlage für unsere Klassenkomposition zu werden.

Arbeitsauftrag Seite 1

Arbeitsauftrag Seite 1

Arbeitsauftrag Seite 2

Arbeitsauftrag Seite 2

Arbeitsauftrag S.3

Arbeitsauftrag S.3