Wörter nach dem ABC ordnen – Ein Fall für „popplet“

Eine bereits bekannte Übung für Kinder der 2. und 3. Jahrgangsstufe ist das Ordnen von Wörtern nach dem Alphabet. Hierbei bringen Kinder eine Ordnung in vorgegebene Wörter zu Beginn nur nach dem ersten, später auch nach den zweiten, dritten, etc. Buchstaben im Wort.

Um nicht nur die Wörter direkt ins Heft geordnet zu übertragen, kann die App „popplet“ dafür verwendet werden, Felder (popplets) zu eröffnen und in diese die einzelnen Wörter zu schreiben. Dabei kann bereits der Rahmen des popplets je nach Anfangsbuchstaben  eingefärbt werden. Dies erleichtert gerade schwächeren Kindern eine anschließende Sortierung am iPad.  Quasi mit einem Fingerwisch bauen nun die Kinder eine Reihenfolge auf, stellen diese den Mitschülern vor und überprüfen somit gemeinsam die Ergebnisse (auch über Beamer und AppleTV kabellos).

Ist alles richtig? Dann kann anschließend das Ergebnis ins Heft notiert werden. Wer mag exportiert das so angelegte popplet aber auch als Bilddatei und sendet es sich zu (Mail, Airdrop…)

Sollte der Inhalt, die Bedeutung von Wörtern Kindern nicht klar sein, so ließe sich das Wort, sofern es konkret ist, evtl. auch bebildern.

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Fremdsprachen

In der aktuellen Diskussion bzgl. der Sprachförderung von Kindern und dem Erlernen der deutschen Sprache (Flüchtlingskinder) scheinen auch digitalen Medien eine besondere Möglichkeit zu bieten, welche den Kindern hilft, sich die neue Sprache anzueignen.

Durch den Einsatz von Kamera & Co. gelingt es Kindern, in Ihrer unmittelbaren Umwelt Sprache fokusiert zu entdecken und diese in einer Art persönlichem Wörterbuch zu fixieren. (vgl. Vortrag von Prof. Dr. Ben Bachmaier)

Was bedeutet das für den Fremdsprachenunterricht in der Grundschule? Eine Unterrichtsidee finden Sie hier… (weiterlesen)

Musik am iPad

Es stellt sich für mich immer mehr heraus, dass sich mit dem iPad hervorragend Musik komponieren lässt. Auch im Musikunterricht der Grundschule lässt sich das iPad toll einsetzen, bietet es doch …. weiterlesen

 

Mit „figure“ in einer 2.Klasse komponieren? Weiterlesen …

Update – Lese-Apps

Bei meinen aktuellen Recherchen bin ich auf weitere interessante Lese-Apps für unterschiedliche Einsatzzwecke gestoßen. Diese gebe ich hier gerne ohne Kommentar weiter und hoffe, dass sich jeder selbst zum Einsatz im Unterrichts seine Gedanken macht. Ich freue mich über Beiträge und weitere Anregungen.

Allgemeine Lese-Apps

Ideen für Bücher (iBooks):

Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder 
Die große Wörterfabrik 
Was ist was – unsere Erde 
Mein dicker fetter Zombie-Goldfisch, Band 01
DK Reptilien und Amphibien: Die visuelle Enzyklopädie 
Lindbergh. Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus 

Lese-Apps (Anlaut / ABC / Silbenmethode etc.)
ZebraSchreibtabelle
Appolino Lesen
Knard
Frosty
Leseratte
Multidingsda
Lesedose 1 
Lesen mit Silas 
ABCTiger Anlaute 
Conni ABC
Pixi Kasimir 
Conni Lesen
Monster ABC 
Das Vamperl 
Kleine Meerjungfrau
Die große Wörterfabrik 
GeoMiniSafari 
Geolino extra: Säugetiere

Weitere Übungsapps
Didakto Classic 
Lernerfolg Deutsch (Tivoli)

Weitere Apps zum Darstellen und Schreiben im Grundschul-Unterricht
Comic lLife 3 
Explain Everything 
popplet 
puppet pals 2 
story creator Pro
BookCreator

Lese-App Knard

Die App „Knard“ ist es eine Hörbildergeschichte mit interaktiven Elementen. Sie stellt die Weiterentwicklung der reinen Hörgeschichten, wie wir sie von den einschlägigen Hörbüchern kennen, um die Elemente des animierten Kinderbilderbuchs dar.

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Im Store wird „Knard“ zwar in der Kategorie Unterhaltung geführt, es handelt sich hierbei aber eigentlich um ein wunderbar illustriertes (Hennes Elbert) und herrlich zurückhaltend animiertes, interaktives Kinderbilderbuch des Autors und Programmierers Christoph Minnameier. Die Geschichte selbst ist in fünf Kapitel eingeteilt, durch die der hörende Betrachter geführt wird. Diese Kapitel lassen sich einzeln anwählen, womit ein Pausieren und ein Wiedereinstieg ermöglicht werden. Der Zuhörer bzw. Leser blättert von Seite zu Seite und bewegt sich so nach eigenem Tempo durch die Geschichte.

Die Stimme des Sprechers Thomas Rauscher schafft in Einheit mit der von Bastian Kieslinger sensibel komponierten Musik eine heimelige Atmosphäre, die vom ersten Augenblick an den Nutzer in ihren Bann zieht. Ein besonderer Vorteil des Menüs der App ist, dass dort die Lautstärke von Musik, Sprecher und Effekten separat geregelt wird und so ein subjektiv ausgewogenes Mischungsverhältnis eingestellt werden kann.
Die Erzählung selbst kommt in anregenden Reimen daher, welche zu keinem Zeitpunkt plump oder gekünstelt wirken. Harmonisch schreitet die Geschichte voran, besitzt Tiefgang und einen ausgewogenen Spannungsbogen. Außergewöhnlich und überzeugend ist die ruhige und auf das Wesentliche reduzierte Aufmachung der App mit ihrer sehr ästhetischen, bezaubernden Gestaltung.

Wie lässt sich dieses Buch einsetzen?
Der erste Einsatz, der mir in den Sinn kommt, ist das gemeinsame Betrachten, Hören und Durchlesen des Buches innerhalb der Familie. So können Kinder Fragen zum Textinhalt stellen und ihnen unbekannte Wörter erklärt werden. Kinder erleben in dieser Situation ganz nebenbei die eigenen Eltern als Vorbild im Umgang mit Literatur (hier im neuen Gewand als App).
Für den unterrichtlichen Einsatz in einer Grundschule begrüße ich, dass der Text der Geschichte ein- und ausgeblendet werden kann. So kann ich das Zuhören üben und das Gehörte sowohl im Ganzen als auch nach den einzelnen Kapiteln durch die Kinder in eigenen Worten zusammenfassen lassen.
Eine weitere Möglichkeit ist auch, nach z.B. dem 4.Kapitel die Geschichte nicht weiterzulesen sondern die Kinder ein eigenes Ende erfinden zu lassen. Dieses ließe sich wiederum z.B. „digital“ auf dem Grundschulwiki durch die Kinder online bringen oder „analog“ in das Geschichtenheft schreiben.

Hätte ich allerdings einen App-Update-Wunsch frei, so wäre dies ein kleines Zusatzmodul. Mit diesem ließe sich die App im Deutschunterricht der Grundschule bei noch mehr Gelegenheiten verwenden.

Dieses Modul sollte beinhalten:
Einen vergrößerten Text, so dass die Kinder mitlesen oder selbständig lesen können.
Beim Vorlesen durch den Sprecher leuchten die gerade gelesenen Wörter auf.
Die Kinder könnten sich beim Vorlesen selbst aufnehmen.
Sobald man auf den Text tippt, wird der Text erneut vorgelesen.
Erklär-Modus: hier können einige den Kindern unbekannte Wörter erklärt werden, alternativ gibt es die Möglichkeit der online-Suche nach einer Erklärung. Diese Erklärungen speichert das Programm ähnlich einer Karteikarte ab, so dass ich später noch die Möglichkeit habe, diese erneut zu verwenden.
Ich kann als Nutzer Lesezeichen setzen, um zu einem späteren Zeitpunkt leichter wieder einsteigen oder um meine Lieblingsstelle markieren zu können.

Ich persönlich freue mich über das Fundstück „Knard“. Diese App ist ein herausragendes Beispiel dafür, dass sich auch heute Kinder, entgegen vieler Meinungen, noch auf Geschichten einlassen können. Um Kinder bei der App-Stange zu halten bedarf es keiner Effekthascherei und schneller Bildfolgen.
Die besondere Qualität in Wort, Bild und Ton genügen, um das Interesse der Kinder an der Geschichte „Knard“ aufrecht zu erhalten.

Drahtlose Präsentation ohne Internet?

Eigentlich erwartet man an den Schulen in jedem Klassenzimmer einen Internetzugang, bestenfalls sogar drahtlos.

Da dies leider nicht immer der Fall ist, suchen Lehrkräfte nach Lösungen, um im Klassenzimmer über ihr AppleTV vom iPad oder iPhone aus zu präsentieren.

Eine kleine und mobile Lösung, die zwei Vorteile bietet, ist die Verwendung einer drahtlosen Festplatte:

Zum Einsatz kommt eine mobile Festplatte (WD My Passport Wireless), welche mit einem Akku betrieben ist und ein eigenes Netzwerk (WiFi) aufbaut, durch das man auf der Festplatte Arbeitsergebnisse zentral abspeichern kann.

Da die Festplatte ein Netzwerk bereitgestellt, kann ich sowohl das AppleTV als auch das mobile Endgerät, von dem aus ich präsentieren möchte, in diesem anmelden.

Anschließend wählt man am iPad oder iPhone lediglich AppleTV via AirPlay aus und los geht’s. Die Präsentationen laufen einwandfrei. Achtung ist evtl. nur beim Datenduchsatz geboten, sprich Filme in FullHD auf ihre ruckelfreie Wiedergabe wurden von mir noch nicht getestet.

Viel Vergnügen!

Das iPad als neues Keyboard?

Für das iPad gibt es mittlerweile viele gut klingende Synthesizer- und Keyboard-Apps. Nervig ist dabei lediglich, dass die Apps nur kleine Tastaturen bieten. Wie kann ich folglich mit einem bereits vorhandenen externen Keyboard die Klangerzeugung im iPad ansprechen?

Hier gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten.

Einerseits kann ich über Hilfsmittel wie z.B. das iRig Midi von IK Multimedia mit jedem midifähigen Keyboard diese Apps ansprechen.

iRig Midi - gibt dem iPad Midi

iRig Midi – gibt dem iPad Midi

 

Im angeschlossenen Zustand sieht das wie folgt aus:

iRig Midi Verkabelung

iRig Midi Verkabelung

 

Alternativ ist auch hier wieder die Möglichkeit gegeben via USB und Camera Connection Kit (Apple) die Klangerzeuger im iPad zu steuern.

Besitze ich bereits ein Keyboard mit USB Anschluss oder ein reines Midi – Keyboard, so kann ich dies über das Connection Kit über USB direkt miteinander verbinden.

USB-Anschluss des Midi-Keyboards

USB-Anschluss des Midi-Keyboards

 

So sieht es dann insgesamt aus.

iPad auf dem Midi-Keyboard AxiomPro

iPad auf dem Midi-Keyboard AxiomPro

Im gehobenen Keyboard-Segment (z.B. KORG Kronos) ergibt sich auch die Möglichkeit, das Audiosignal über den USB Anschluss des iPads in den Kronos zu bekommen. Das heißt, ich kann das iPad über den Audio-Eingang des KORG Kronos hören. Dazu sind jedoch diese Schritte notwendig.

3_Kronos

Direkte Verkabelung des iPads mit dem KORG Kronos am USB Anschluss

 

Anschließend müssen noch diese Einstellungen im Kronos vorgenommen werden, damit das Audiosignal auch über USB an den Kronos geschickt wird.

Einstellungen: Global -> Basic -> Audio

Einstellungen: Global -> Basic -> Audio

 

 

 

Achtung! Die Lautstärke des Audio-Inputs über USB muss reduziert werden…

Einstellung Audio-USB

Einstellung Audio-USB

Ich bin auf die ersten Kompositionen gespannt, die so entstehen.