Technische Grundausstattung

Nachdem ich den #EduPnx via Twitter versprochen hatte, meine Ansichten zur technischen Grundausstattung zu veröffentlichen, möchte ich mit diesem Aritkel mein Versprechen einlösen.
Vorab jedoch einige Grundgedanken:
  • Ich leite eine Grundschule, daher ist mein Blick auch auf diese Altersgruppe ausgerichtet.
  • Lernen ist mobil. Wir lernen gemeinsam, miteinander und voneinander. Wir lernen auch durch Lehren.
  • Mein Sachaufwandsträger unterstützt alle Anliegen der Schule eine zeitgemäße Bildung (Danke Dejan Mihajlovic für diesen Begriff ) zu realisieren und steht uns tatkräftig zur Seite.
  • Unser Schulgebäude kann sich sehen lassen. Es ist für mich das schönste Schulhaus im ganzen Landkreis und seit mittlerweile 105 Jahren für Generationen DIE Schule vor Ort.
  • Der technische Einsatz aller Medien folgt dem Primat der Pädagogik. Die Lehrkräfte setzen das Medium ein, welches sie für sinnvoll erachten. Es wird jeweils überlegt, mit welchem Werkzeug sich optimale Lernerfolge bei den Kindern einstellen.
  • Grundlage für unsere technische Ausstattung war ein gemeinsam erarbeiteter Medienentwicklungsplan.
 SchulhausTechnik

Mobiles Lernen

Durch die heute verfügbaren mobilen Endgeräte sind wir in der Lage, Kindern das Lernen an vielen Orten zu ermöglichen. Schule ist nicht mehr der alleinige Hort des Wissen und des Wissenstransfers. Wissen ist nicht mehr nur in Büchern verfügbar, das Internet verbindet Menschen und gibt Informationen preis, die vorher oftmals nur Spezialisten vorbehalten waren.

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Musik am iPad

Es stellt sich für mich immer mehr heraus, dass sich mit dem iPad hervorragend Musik komponieren lässt. Auch im Musikunterricht der Grundschule lässt sich das iPad toll einsetzen, bietet es doch …. weiterlesen

 

Mit „figure“ in einer 2.Klasse komponieren? Weiterlesen …

„Neue Musik“ – Musizieren mit Yellofier

Wie kann man mit Sprache und Rhythmus experimentieren, kreativ sein und Neues erfinden?

„Yellofier“ – eine App, welche die Handschrift von Boris Blank (einem der beiden Teile der Band Yellow) trägt, ist ein großartiges Werkzeug, wenn es darum geht Sprache sowie Geräusche aller Art aufzunehmen und in Rhythmen zu verwandeln. In ungeahnter Geschwindigkeit lassen sich auch von vermeintlichen „Nichtmusikern“auf diese Weise coole Groves herstellen.

Die hier vorgestellte Unterrichtsstunde {Bezug zum bay. Lehrplan (3.2 Musik erfinden / 3.2.1 Spiele mit der Stimme / vgl. Medienerziehung)} selbst ist der Einstieg zu einer Klangkomposition für das Musikfest der Schulen des Landkreises Augsburg. Ziel ist es, im weiteren Fortschreiten eine gemeinsame Klassenkomposition zu realisieren, welche mit 28 iPads live aufgeführt wird.

Zum „Aufwärmen“ wählte ich rhythmische Klangpattern (call-response), die mit Bodypercussion realisiert wurden. Anschließend wurden die Pattern durch sprachliche Teile wie z.B. Gurgel-Gluggs und weitere stimmliche Geräusche ersetzt. Das Sprechwerkzeug wurde somit „geölt“. Die Kinder durften natürlich auch eigene Geräusche einbringen, welche von den anderen wiederholt wurden.

Langsam kamen zu den Geräuschen auch solche hinzu, welche Umweltgeräuschen imitieren (z.B. Autotüre auf und zu/ Motor startet, Bremsen quietschen, etc.).

Darauf folgte eine kurze Erklärung des Programms „Yellofier“. Verschiedene Geräusche wurden vom Lehrer eingesprochen. Anhand dieser wurde demonstriert, wie die Aufnahme zu „slicen“ ist. Slicen bedeutet in diesem Fall, dass der Startpunkt des Klangereignisses festgelegt wird. Sind die Startpunkte festgelegt, kann schnell aus den Bausteinen (Samples) ein Rhythmus entstehen.

Der Auftrag für die Kinder:

>>Erfinde 8 kurze Geräusche mit deinem Partner und nehme diese mit Yellofier auf. Solltest du Anregungen für Klänge suchen, so kannst du Bildkarten (wurden als ABs bereit gestellt) verwenden.

Möchtest du den Arbeitsauftrag erneut lesen oder suchst eine Beschreibung, du hast ihn auch als Email vorliegen. (Siehe Bilder unten) <<

Arbeitsprozess:

Jeweils 2 Kinder sollen sich gemeinsam im Haus oder im Freien aufhalten, um Geräusche aufzunehmen und den Rhythmus zu erstellen. Wichtig: Der Rhythmus entsteht in Partnerarbeit und wird zu zweit entwickelt.

Anschließend wurden die entstandenen Rhythmen vorgestellt und durch die Kinder der anderen Gruppen bewertet.

Mögliche Kriterien für eine Bewertung:

1. Der Groove ist wichtig! Warum groovt es oder warum noch nicht so gut?!

2. Sind die Geräusche deutlich zu hören oder ist es zu wischi waschi?

3. Ist der Groove abwechslungsreich oder eintönig?

4. Kann man den Groove auch steigern?

5. Kann man den Sound dichter machen?

Weiterführender Arbeitsauftrag für die Gruppentische:

Jeder Gruppentisch erstellt durch das Abspielen der fertigen Werke der beiden iPads einen gemeinsamen Rhythmus. Einsatz erfolgt auf Kommando. (Dirigent bestimmen)

Tipp: Gleiches Tempo verwenden.

Abschließender Auftrag:

Alle iPads werden auf das gleiche Tempo eingestellt. Das Abspielen der Rhythmen erfolgt nach Einsatz durch den Dirigenten „Lehrer“.

Am Ende der Stunde sind die Kinder angehalten die Rhythmen, das Klangereignis zu bewerten. Evtl. taucht auch die Frage auf: Gibt es Erkenntnisse oder Feststellungen? Was haben wir gelernt?

Insgesamt zeigt die Resonanz der Kinder, dass diese viel Freude im Umgang mit der App hatten und nun selbst eigen Bausteine entwickeln wollen. Dies erscheint eine gute Grundlage für unsere Klassenkomposition zu werden.

Arbeitsauftrag Seite 1

Arbeitsauftrag Seite 1

Arbeitsauftrag Seite 2

Arbeitsauftrag Seite 2

Arbeitsauftrag S.3

Arbeitsauftrag S.3

Beschreiben mit popplet

Beschreiben von Gegenständen mit der App „popplet“.

poppletlogoDer Auftrag der Kinder war, gemeinsam mit dem Nachbarn ein ausgesuchtes Stofftier möglichst genau mit vielen Details zu beschreiben. Dazu erschufen die Kinder popplets, fotografierten die Tiere, beschrieben die Details und verknüpften die „Popplets“ miteinander logisch.

Nach einer Vorstellungsrunde der ersten Ergebnisse überarbeiteten die Teams ihre Werke und versuchten anhand einer Vorlage einen möglichst planvollen und logischen Aufbau ihrer Beschreibung.

In der nächsten Unterrichtseinheit werden die Details zu einem zusammenhängenden Text verknüpft. Das Aufschreiben des Textes erfolgt mit notability.

Hier sind die Arbeitsaufträge zu sehen.

Arbeitsauftrag 1 zur Poppleterstellung

Arbeitsauftrag 1 zur Poppleterstellung

Arbeitsauftrag 2

Arbeitsauftrag 2

Popplet Beispiel Muster

Popplet Beispiel Muster

Lernwörter neu präsentiert – Qrafter

Immer wieder stellt sich dem Lehrer die Frage, wie kann ich Kinder motivieren sich mit den neuen Lernwörtern (= Deutsch „Richtig Schreiben“ / Wörter des Grundwortschatzes des bay. Lehrplans) auseinanderzusetzen. Eine besondere Art der Motivation stellen dabei sogenannte QR-Codes dar. Diesen Codes begegnet man mittlerweile auf vielen Plakate, Briefen und sonstigen Printpublikationen. Sie werden mit dem Mobiltelefon oder Tablet-PC eigescannt und führen direkt auf eine Webseite, beinhalten Texte, Adressen etc.

Zeitung

So erstellte ich ein erstes Arbeitsblatt, das nur aus QR-Codes bestand. In Gruppen scannten die Kinder die Lernwörter mit der App Qrafter. Die App selbst erfasste die Codes schnell und präsentierte dem Leser das auf diese Weise verschlüsselte Wort. Anschließend verschrifteten die Kinder selbst und notierten sich die neuen Wörter in die entsprechenden Deutsch-Hefte.

Die Weiterarbeit erfolgt dem RS-Unterricht gemäß „traditionell“ im Heft und behandelte das Erfassen der rechtschriftlichen Besonderheiten.